Jahreshauptversammlung von „WIR – Wirtschaft in Zetel e. V.“, Freitag, 27. September 2019

Es war kurz nach 20 Uhr, als er die diesjährige Hauptversammlung eröffnete. Rund 40 Vertreterinnen und Vertreter der aktuell 105 Mitgliedsunternehmen kamen am vergangenen Mittwoch in den Landgasthof Waidmannsruh. Im Mittelpunkt stand anfänglich der Rückblick auf das abgelaufene Geschäftsjahr. „Wir sind sehr stolz darauf“, so betonte Konstantin Pawils, „dass WIR es immer wieder schafft, ganz unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen.“ So habe man für die Mitgliedsunternehmen Schulungen angeboten, wie beispielsweise zum Thema Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) oder Erste-Hilfe-Kurse für Erst-Helfer. Wichtigstes soziales Projekt sei der jährlich vom Verein herausgegebene Adventskalender: Er verspreche nicht nur attraktive Preise für die Käufer, der Reingewinn komme zudem hiesigen Vereinen und sozialen Organisationen zugute. So habe man mit der 2018er-Ausgabe die DLRG Bockhorn-Zetel (Tauchertelefon), den Naturfreundeverein Varel-Zetel (Schaukelanlage/Wippe), die Schülervertretung der IGS Friesland-Süd (Grünes Klassenzimmer) und den KBV Zetel-Osterende (Krabber/Kugeln) mit jeweils 800 Euro unterstützt.

Im Bereich Veranstaltungen, für die Allgemeinheit vielleicht die sichtbarste Aktivität des Vereins, stand im abgelaufenen Geschäftsjahr das Traditionsfest „Frühling mit Herz“ im Mittelpunkt. „Wir hatten bis auf die letzte Stunde tolles Wetter, rund 50 teilnehmende Unternehmen und Vereine mit wirklich kreativen Ideen, leckeres Essen und Trinken und den Gondelkran mit knapp 50 Meter Aussichtshöhe. Ich denke, dass WIR den Familien aus der Region neben dem Zeteler Markt immer wieder echte Höhepunkte bietet“, erklärte Carsten Greiert. Daneben gab es auch zahlreiche kleinere Aktionen, wie die Teilnahme am „Heimat shoppen“, das die Bürgerinnen und Bürger für die lokale Wirtschaft sensibilisieren soll oder den adventlichen Hüttenzauber, bei dem WIR und viele andere Vereine weihnachtliche Stimmung bei Glühwein und Bratwurst zaubern. Hier, so Greiert weiter, gebe es allerdings eine Änderung: „WIR werden ab diesem Jahr nicht mehr daran teilnehmen, weil wir vor allem den kleineren Vereinen die Chance geben wollen, ihre Kassen mit dem Verkaufserlös etwas aufzubessern.“

Die Vielzahl der Aktivitäten muss natürlich entsprechend finanziert werden. „WIR hat deshalb zu Beginn des Jahres den Mitgliedsbeitrag leicht erhöht“, rief Kassenwartin Jutta Hilbers noch einmal in Erinnerung. „Das hat uns natürlich sehr geholfen, denn so einen Gondelkran bekommt man natürlich nicht umsonst.“ Anschließend legte sie dar, dass WIR finanziell solide aufgestellt ist. Dies bestätigten auch die beiden Kassenprüfer Stefan Kamps und Frank Janssen. Nicht nur entsprächen sämtliche Beträge und Kontostände den Vorgaben, sie betonten darüber hinaus die außerordentliche Sorgfalt, mit der Jutta Hilbers die Bücher führe.

Für das kommende Geschäftsjahr stehen natürlich die Teilnahme an „Heimat shoppen“ und die Neuauflage des Zeteler Adventskalenders fest. Außerdem unterstütze man die Neuauflage des Sterntaler-Marktes, der in diesem Jahr erstmals unter der Leitung des eigens gegründeten „Zeteler Sterntaler-Markt e.V.“ stattfindet. „Wir haben nicht nur 1.000 Euro gespendet, sondern stellen den Veranstaltern auch unsere im Vereinsbesitz vorhandenen Holzhütten zur Verfügung“, erläuterte Albert Hobbie. Damit soll auf dem Markthamm ein kleines Hüttendorf entstehen, das den Veranstaltern mehr Möglichkeiten und dem Fest zu mehr Glanz verhelfen soll. Ob eine eigene, größere Veranstaltung in den nächsten zwölf Monaten stattfinden wird, ist noch nicht abschließend beraten.

Geben wird es künftig allerdings einen WIR-Stammtisch: Hierzu lädt immer ein Mitgliedsunternehmen ein, stellt seinen Betrieb kurz vor und bietet Gelegenheit, sich in lockerer Atmosphäre auszutauschen. Bereits im vergangenen Jahr hatte es einen solchen Stammtisch als Pilotveranstaltung gegeben. Energieberater Klaus Tapken hatte nach Dünkirchen geladen, um dort mit einem Niedrigenergiehaus das wohl „innovativste Bauprojekt in der Friesischen Wehde“ zu zeigen. „Die guten Erfahrungen haben uns jetzt bewogen, das Konzept auf eine regelmäßige Basis zu stellen“, betonte Hobbie.

Austausch ist auch das Stichwort für eine bessere Zusammenarbeit mit der Gemeinde. „Als unsere Mitglieder über die geplanten Vermessungen für das neue Einzelhandelskonzept lediglich aus der Zeitung erfahren haben, gab es nicht wenige, die diese Form der Informationspolitik als unzureichend ablehnten“, fasste der Vorstand die Reaktionen zusammen. Man habe sofort reagiert und das Gespräch mit der Gemeinde gesucht. Im Ergebnis wurde beschlossen, dass man sich künftig regelmäßig zu einem informellen Gespräch treffen wolle, um Pläne und Belange der Gemeinde ebenso wie die der Zeteler Unternehmen bereits im Vorfeld zu besprechen und die Kommunikation abzustimmen. „So können Missverständnisse oder Versäumnisse recht einfach verhindert werden. Denn wir alle haben das gemeinsame Ziel, Zetel als Wohn-, Arbeits-, Lebens- und Einkaufsstandort attraktiv zu halten“, resümierte Albert Hobbie.

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